Zugangsbarrieren und Teilhabepraktiken in Berliner Kitas
Die Studie untersucht institutionellen Rassismus im Berliner Kita-System und analysiert, wie institutionelle Rahmenbedingungen, Kategorisierungspraktiken und Alltagsroutinen soziale Ungleichheiten in der frühkindlichen Bildung (re-)produzieren. Der Beitrag beleuchtet, wie Zugangsbarrieren, strukturelle Engpässe und institutionelle Selektionsmechanismen dazu beitragen, dass Kinder mit Migrationshintergrund – insbesondere rassifizierte Kinder – ungleiche Chancen in der frühkindlichen Bildung haben. Die explorative Analyse verdeutlicht, dass rechtlich bestehende Wahlmöglichkeiten für Familien in der Praxis häufig eingeschränkt sind. Der Mangel an qualifiziertem Personal verschärft nicht nur die Zugangsproblematik, sondern wirkt sich auch negativ auf die Qualität pädagogischer Arbeit aus. Fachkräfte bewegen sich dabei in Spannungsfeldern zwischen professionellem Anspruch und struktureller Ressourcenknappheit. Die Ergebnisse verdeutlichen den Bedarf an systematisch verankerten antirassistischen und intersektionalen Ansätzen in Politik, Verwaltung und pädagogischer Praxis, um frühkindliche Bildung chancengerecht zu gestalten.
Bostancı, Seyran; Wirth, Benedikt (2025): „Und raus bist du!“ – Institutioneller Rassismus in der frühen Bildung: Zugangsbarrieren und Teilhabepraktiken in Berliner Kitas. DeZIM Working Papers 8, Berlin: Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM).

Blog
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Im Rahmen der geplanten Sprachstandsfestellung und des vorgelagerten Schulfähigkeitsjahr haben Dr. Seyran Bostancı, Dr. Anna Aleksandra Wojciechowicz und Benedikt Wirth eine wissenschaftliche Stellungnahme verfasst.
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